Die
langen roten Flöten des Musikus
- Das Original und die Fälschungen -
Die roten Flöten des Musikus waren
immer sehr umstritten und wurden kontrovers diskutiert.
Wir können nun erstmals nach umfangreichen Recherchen einen Überblick
geben und euch lange originale rote Flöten beschreiben und zeigen.
Zusätzlich haben wir einige Fälschungen aufspüren können und
beschreiben auch diese.
Dies war sicherlich die bisher schwierigste Recherche überhaupt für
uns.
Im Grunde hat uns der mehr zufällige Ankauf eines Originals auf die
richtige Spur gebracht.
Im Verlauf der intensiven Recherche
konnten wir wieder auf die freundliche Hilfe
vieler Sammler und Händler
zählen.
Für die Bereitstellung von Bildern, Sammlungsstücken und
fachlichen Informationen möchten wir uns besonders bedanken bei:
Christine und Christian, Harald, Klaus von
Collect-it
und Andreas vom
Sammel-surium.
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Hier sind nun unsere zusammengetragenen Informationen:
Das Original:

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Wir können hier zwei originale lange rote Flöten zeigen.
Beide Flöten sind aus rotem Plastik gefertigt und wurden dann komplett gelb bemalt.
Die Bemalung ist original, wurde aber bei dem einen Exemplar teilweise abgekratzt.
Im SU-Katalog ist diese Flöte ebenfalls abgebildet.
Dort sind nur noch die Flötenlöcher gelb bemalt.
Wahrscheinlich ist auch bei diesem Exemplar die Farbe abgekratzt worden
(eventuell schon damals von Kindern).

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Die originalen roten Flöten waren damals im Ü-Ei zu finden.
Ausgeliefert wurden die Flöten mit einem Musikus-Schlumpf, der in
einem sehr dunklen Blauton bemalt ist.
Es handelt sich nicht um eine Testversion, sondern um Stücke aus
den Anfängen der Produktion.
Diese originalen roten Flöten haben mit den anderen beiden
bekannten gelben langen originalen Flöten nichts gemeinsam. Sie
stammen aus einer anderen Gussform.
Wir haben uns natürlich gefragt, warum das so ist. Warum gibt es solch eine rote Flöte überhaupt
und warum wurde sie dann umständlich gelb bemalt?
Wir möchten hier einen Erklärungsversuch abgeben. Das ist aber nur eine Vermutung, die nicht
von Ferrero bestätigt ist.
Der rote Kunststoff, aus dem die roten langen Flöten gefertigt sind, wurde teilweise auch für den
Spiegel des Eitelkeitsschlumpfes, der Blume des Träumers und der Blume des Schüchternen
verwendet - und zwar bei den Varianten ohne Gussabdruck.
Wir nehmen daher an, dass sich damals anfangs alle Zubehörteile der Serie auf einer Gussplatte
befunden haben (beide Blumen, Spiegel, lange Flöte). Bei der Herstellung fielen dann dementsprechend
nur Zubehör aus rotem Kunststoff an.
Zwangsläufig musste man die Flöte dann gelb bemalen.
Natürlich hätte man auch eine unbemalte rote Flöte in die Eier
bringen können. Dazu muss man aber wissen, dass der Lizenzgeber
für diese Schlümpfe "peyo", wahrscheinlich etwas
dagegen hatte. Auch bei den Figuren-Vorbildern aus dieser Zeit
(etwas größer und aus PVC, so genannte Gummi-Schlümpfe), die
von den Firmen Schleich und Bully hergestellt wurden, gibt es
ausschließlich gelb bemalte Flöten.
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Auch der sehr dunkle Blauton der dazugehörigen Figur dürfte den
Lizenzgeber gestört haben.
Die nachfolgenden Figuren waren dann auch in dem wesentlich
helleren typischen "Schlumpfblau" bemalt. Entsprechend
selten sind diese dunkelblau bemalten Schlümpfe. Auch die aus
dunkelblauem Grundmaterial gefertigten Schlümpfe dürften aus den
Anfängen der immerhin dreijährigen Produktionszeit stammen.
Auf Eierlei ist dazu ein schöner Bericht zu finden.
Siehe hier.
Es liegt nahe, dass man sich das Bemalen der roten Flöten sparen
wollte und relativ schnell eine neue Gussform nur für die Flöte
entwickelt hat. In der neuen Gussform wurde dann gleich mit gelbem
Plastik gefertigt. Die alte Gussform wurde mit Sicherheit weiter
verwendet, nur dass man dort die Hohlräume für die Flöte mit
Metall geschlossen hat. Da damals die Gussformen im Wesentlichen
noch von Hand gebaut wurden, sind die neuen Formen anders
ausgeformt als die alten. Die originale rote Flöte ist also schon
von der Form her eine dritte Variante langer Flöten. Wir gehen
daher davon aus, dass es von der originalen langen roten Flöte
keine originalen Stücke aus gelbem Kunststoff gibt. Im
Umkehrschluss bedeutet dies, dass es von den in den neuen
Gussformen gefertigten langen gelben Flöten keine originalen roten
Stücke gibt. Tatsächlich konnten wir bisher diese Regel auch
bestätigt finden. Keine der uns vorgelegten roten Flöten, die
die neuen Gussformen als Vorbild hatten, war original.
Aus diesen Überlegungen heraus ist die Existenz einer kurzen
roten Flöte ebenfalls sehr fragwürdig.
Tatsächlich ist auch keine, der uns vorgelegten kurzen roten
Flöten, original gewesen.
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Die
Fälschungen:
Wir haben verschiedene Fälschungen der langen roten Flöte entdecken
können. Alle diese Fälschungen sind relativ selten. Wohl auch deshalb, weil es sich meist um
Dentallabor-Replikate von geringer Auflage handelt.
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1. lange rote Flöte mit 5 kleinen Löchern:
Diese Flöte haben wir bereits ausführlich unter der Überschrift
"Replikate
aus dem Dentallabor" auf unserer Seite beschrieben.
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2. lange rote
Flöte mit 2 großen und 3 kleinen Löchern:

Von dieser Flöte liegt uns nur
ein Bild vor, das uns zugemailt wurde. Wir konnten es daher nicht selber genau
überprüfen, sind uns aber aufgrund unserer Erkenntnisse recht sicher, dass es
sich nur um ein Replikat handeln kann. Es hat schon vom Bild her eine gewisse
Ähnlichkeit mit dem unter 1. beschriebenen Replikat. Wahrscheinlich stammt es
aus derselben Fälscher-Werkstatt.´
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3.
lange rote Flöte mit 5 kleinen Löchern:
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Diese Flöte ist ein
Dentallabor-Replikat..
Sie ist aus einem anderen Material gefertigt als die unter 1.
beschriebene Fälschung.
Die doppelten Nähte sind an diesem Stück sehr leicht erkennbar.
Außerdem ist die Fläche vorne auf dem Flötentrichter sehr
eigenartig ausgearbeitet.
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4. lange rote
Flöte mit 5 kleinen Löchern:
Diese Flöte ist ein normales
Spritzguss-Replikat. Es muss schon relativ alt sein (vor 2000 produziert).
Wir können hier zurzeit nur die Ausführung in gelb zeigen. Dieses Replikat
existiert aber auch in rot.
Zum Vergleich haben wir ein gelbes Original mit abgebildet.
Bei diesem Replikat ist der
Flötentrichter relativ schlecht gelungen. Dadurch ist es schon von der Form
des Trichters her schnell als Fälschung zu
erkennen. Die Materialoberfläche ist sehr rau. Originale Flöten sind
wesentlich glatter. Besonders auffällig sind an diesem Replikat drei
angedeutete Flötenlöcher auf der
Unterseite der Flöte.
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Die rote
Schlumpfflöte
Siehe
auch Nachtrag zum Dentallabor-Replikat-Bericht.
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