Die Olympiade der SchlümpfeVom gesamten Zubehör
dieser Figuren (Stelzen, Löffel, Ei, Springseil, lose Negerkusshälfte)
sind Fälschungen bekannt. Diese vier sind uns bekannt:
Unter den Figuren
kann man die Kennung Zusätzlich ist meist auch noch eine Zahl zu sehen. So gibt es z.B. Stelzenschlümpfe mit einer 1, 2, 3 oder 4 unter dem Fuß. Die Bemalung der Figuren wurde seinerzeit mit unterschiedlichen Techniken vorgenommen. So kann man Figuren finden, die mit dem Pinsel bemalt wurden und andere, bei denen die Farbe aufgesprüht wurde. Von jedem Zubehör
sind zwei unterschiedliche originale Form-Varianten bekannt. Wir
beschreiben diese Form-Varianten jeweils als Original A (O-A) und
Original B (O-B). Die originalen
braunen Zubehörteile sind alle aus demselben Hartplastik-Kunststoff
gefertigt. Die originalen roten Zubehörteile (Ei und Springseil) sind alle aus demselben Weichplastik-Kunststoff gefertigt. Diese Teile sind deutlich flexibler und weicher als die braunen Zubehöre. Die hier gezeigten Bilder sind teilweise Nahaufnahmen bei starker Vergrößerung. Um die gezeigten Details auf den entsprechenden Stücken wieder zu erkennen, solltet Ihr eine Lupe und eine geeignete Lichtquelle benutzen. Auch diesmal wurden wir wieder mit Sammlungsstücken und Informationen unterstützt und möchten uns besonders bei Franco, Micha, René, Michael vom SHS2004, Denis von Eierlei und Thomas (geldane) bedanken. Stelzen des Stelzenschlumpfes:
Die originalen Stelzen wurden damals
an einem kleinen Steg zusammenhängend in die Ü-Eier gebracht. Achtung! Diese zusammenhängenden Stelzen existieren aber auch als sehr gute Kopie in Form eines Dental-Replikats. Wir konnten dieses bisher noch nicht selbst begutachten und können nur raten beim Kauf solcher Raritäten extrem vorsichtig zu sein. Es gibt zwei originale Form-Varianten
der Stelzen.
Beide Form-Varianten sind in verschiedenen hell- und dunkelbraunen Farbtönen bekannt. Wir haben uns im Wesentlichen auf die Fußstützen und die Abrisse konzentriert und davon Bilder gemacht. Neben dem Gussabdruck auf der Fußstütze kann man bei originalen Stelzen sehr häufig eine Vertiefung finden. Diese Vertiefung kann von der Form und Größe her sehr unterschiedlich ausfallen oder auch mal fehlen. Es handelt sich bei dieser Vertiefung eigentlich um einen kleinen Gussfehler, der aber keine Wertminderung darstellt, weil er eben geradezu typisch ist für originale Stelzen.
Dieses Spritzguss-Replikat ist sehr verbreitet. Diese Stelzen werden auch als gelbe Variante oder noch an einem sehr langen Mittelsteg hängend angeboten.
Dieses Spritzguss-Replikat ist
eigentlich ein Massenreplikat. Dennoch ist es relativ selten zu finden.
Es wurde wohl hauptsächlich in den 90er Jahren regional begrenzt
vertrieben (Flohmärkte, Börsen).
R-C: Stelzen-Replikat ohne Gussabdruck
Dieses Spritzguss-Replikat ist nicht
sehr häufig, aber es taucht doch immer mal wieder auf. Bei diesem
Replikat wurden die Wülste teilweise recht gut nachgeahmt. Aber es
fehlt der runde Gussabdruck auf den Fußstützen.
R-D: Sehr gutes Replikat
Uns wurden diese
Replika-Stelzen auf einer Börse gezeigt. Inzwischen hat uns der Besitzer der Replikate die Stücke noch einmal vorgelegt. Wir freuen uns nun auch, Bilder von diesen Replikaten hier veröffentlichen zu können. Es handelt sich um ein Spritzguss-Replikat, das sehr selten zu finden ist. Gut zu erkennen sind die Gussabdrücke, die etwas tiefer auf der Fußstütze liegen, als dies bei originalen Stücken der Fall ist.
R-E: Dental-Stelzen-Replikat
Dieses Dental-Replikat ist aus einem
weißen Kunststoff hergestellt und wurde dann schwarz-braun bemalt.
R-F: Dental-Stelzen-Replikat
Dieses Dental-Replikat ist aus braunem Kunststoff hergestellt und ist deutlich besser gelungen als Replikat R-E. Die doppelten Gussnähte sind aber auch hier gut erkennbar. Diese Stelzen wurden als Originale verkauft! Wir gehen davon aus, dass es noch weitere Exemplare davon gibt und möglicherweise auch noch wesentlich bessere!
Wer also originale Stelzen erwerben möchte, sollte diese sehr gründlich auf doppelte Gussnähte absuchen. Außerdem ist ein direkter Vergleich mit originalen Gegenstücken bei normalem Licht und unter UV-Licht zu empfehlen.
Replikat R-G:
Dieses Replikat stammt aus der selben
Fälscherwerkstatt wie das dentale Löffel-Replikat R-D.
Es handelt sich bei diesem Replikat um die bis dato (September 2008) beste Fälschung auf dem Markt. Lasst euch nicht von den stark vergrößerten Bildern (50 - 60 x) irritieren. Es ist mit einer 15-20x Lupe nur schwer zu erkennen und ist auch schon von mehreren Kennern als Original eingestuft worden.
Zum besseren Verständnis haben wir
mehrere Merkmale nebeneinander dargestellt:
Die Doppelnähte liegen bei der
Fälschung im Durchschnitt nur 0,3 mm (!) auseinander. Das bedeutet, sie
wurde annährend genau getroffen bei der Reproduktion.
Der Abriss wurde wie bei allen
Dentalfälschungen mitkopiert. Da er aber auch bei originalen Stelzen
sehr ausgeprägt ist, besitzt auch die Fälschung einen guten Abrisspunkt.
Ein ähnlich gut gefälschtes Exemplar
wurde 2006 bei einer Prüfung entdeckt. Wir gehen davon aus, dass dies
nicht zugleich das Herstellungsjahr der Fälschung ist. Es wurde wohl
ebenfalls schon Anfang bis Mitte der 90er Jahre gefertigt.
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Negerkusshälfte des Negerkuss-Schlumpfes:
O-A und O-B: originale Negerkusshälften
Von der losen Negerkusshälfte
existieren zwei originale Form-Varianten, die leicht anhand der
seitenverkehrten Zahl innen in der Hälfte zu unterscheiden sind.
Replikate:R-A: Negerkusshälften-Replikat
Dieses Spritzguss-Replikat ist sehr
verbreitet.
R-B: dentales Negerkusshälften-Replikat
Dieses Replikat ist eine frühe
Dental-Fälschung, die noch sehr unvollkommen gearbeitet ist.
R-C: fast perfektes Dental-Replikat
Das uns vorliegende Dental-Replikat
R-C ist aus einem hautfarbenen Kunststoff hergestellt.
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Löffel des Eierlaufschlumpfes:Wir behandeln die Löffel und die
Eier einzeln.
O-A und O-B:
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| Vom Löffel existieren zwei
originale Form-Varianten, die leicht anhand ihrer Abrisspunkte zu
unterscheiden sind. Bei Form-Variante O-A liegt er hinten links vor dem gegabelten Ende, bei Form-Variante O-B liegt er hinten rechts vor dem gegabelten Ende. Die beiden Varianten unterscheiden sich auch in ihren feinen Strukturen auf der Oberfläche recht deutlich (siehe Bilder). Der Steckpin für das rote Ei ist leicht konisch geformt und hat oben auf dem Pin keinen Gussabdruck. Beide Form-Varianten sind in verschiedenen hell- und dunkelbraunen Farbtönen bekannt. |
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Bei den Replikaten ist die
Zuordnung eindeutig.
Das Löffel-Replikat R-A stammt vom gleichen Hersteller wie das
Ei-Replikat R-A.
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Überprüfen sollte man immer beides! Uns sind Fälle bekannt, wo ein
Teil gefälscht war und das andere original.
Es ist häufig von einem Schwimmtest in
Leitungswasser zur Unterscheidung von Original und Fälschung zu
lesen.
Dieser Test ist völlig unbrauchbar,
da es Replikate gibt, die schwimmen und welche die nicht schwimmen.
weitere Fälschungen |
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Dieses Spritzguss-Replikat ist
relativ häufig und recht gut gelungen. Besonders das dazu gehörige
Ei-Replikat wird häufig für original gehalten. Der Abriss liegt bei dem Replikat R-A hinten am gegabelten Ende des Löffels (siehe Bild). Wir konnten aber schon häufiger manipulierte Stücke entdecken, bei denen nachträglich ein Abriss an der richtigen Stelle vorgetäuscht wurde. |
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Das Replikat ist aber auch relativ einfach an dem Gussabdruck auf dem
Steckpin erkennbar. Originale haben dort keinen Gussabdruck. Auch die feinen Strukturen auf der Oberfläche sind bei originalen Löffeln völlig anders. |
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| Dieses Spritzguss-Replikat ist
eigentlich ein Massenreplikat. Dennoch ist es relativ selten zu
finden. Es wurde wohl hauptsächlich in den 90er Jahren regional
begrenzt vertrieben (Flohmärkte, Börsen). Es hat mit einem originalen Löffel nur wenig Ähnlichkeit. Der Abriss liegt vorne am Löffel. Besonders auffällig ist der sehr lange Steckpin, der nicht konisch geformt ist. |
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| Dieses Spritzguss-Replikat
ist sehr häufig, hat aber auch kaum Ähnlichkeit mit einem Original. Es hat zwei Gussabdrücke - einen auf dem Steckpin und einen auf dem gegabelten Ende des Löffels. Der Abriss liegt vorne am Löffel. Dieses Replikat ist auch aus weißem Kunststoff bekannt. |
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| Beim Löffel
Replikat R-D handelt es sich um ein Dental-Replikat, welches
aus braunem Kunststoff hergestellt wurde, der mit dem des
Original Löffels fast identisch ist. Es ist die beste bisher
bekannte Fälschung und wurde bereits 1995 auf einem
Flohmarkt erstanden.
Die Maserung des Löffels wurde durch den Abguss für das bloße Auge fast exakt kopiert und lässt sich nur anhand eines Vergleichsstückes und einer sehr starken Lupe erkennen. |
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Glücklicherweise hat auch diese Fälschung die für ein Dental-Replikat typischen Fehler. Man sollte sowohl auf aufgeplatzte Luftblasen als auch auf doppelte Nähte achten. Auch wenn bei dem uns vorliegenden Exemplar die Nähte sehr dicht bei einander liegen und sich teilweise sogar überlagern. |
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Auf ein Detail sollte aber noch eingegangen werden. Der Abrisspunkt scheint auf den ersten Blick vollkommen in Ordnung zu sein und auch an der richtigen Stelle angebracht. Jedoch zeigt sich bei genauerem Hinschauen, dass durch den Abrisspunkt die seitliche Naht weiter verläuft. Beim Original Löffel endet sie vor dem Abrisspunkt und beginnt dahinter wieder von neuem. Man muss sich den Abriss, von Werk aus, wie einen kleinen Steg aus Vollmaterial vorstellen, in dem keine Naht verlaufen kann. |
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Es ist absolut notwendig
den Löffel sehr genau zu untersuchen, da die Merkmale
des Löffels mit bloßem Auge recht schwer zu erkennen
sind. Zu dem sollte man auch bedenken, dass dieses
annähernd perfekte Replikat schon vor mehr als 12 Jahren
hergestellt wurde und wir vielleicht schon einer neue
Generation an verbesserten Dental-Replikaten
gegenüberstehen.
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Springseil von Schlumpfinchen:
O-A und O-B: originale Seile
Seil-Replikate:R-A: Seil-Replikat
R-B: Seil-Replikat
R-C: Seil-Replikat
R-D: Seil-Replikat
R-E: Seil-Replikat
Von diesem Replikat liegen
uns nur einige Bilder vor.
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Einen Bericht über die Schlumpfine gibt es auch auf der "Top Info Spezial" Seite. |
Für die
Richtigkeit der Angaben auf dieser "Top Info Replika" Seite
übernehmen wir keine Gewähr!
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